Merino-Plaid
Montevideo · 03
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MADE IN GERMANY
GRÖSSE: ca. 140 x 200 cm
MATERIAL: 100 % Schurwolle, Merino extrafein
ARTIKEL-NR: 41002503
Die Aussage eines portugiesischen Seefahrers „Monte vide eu“ (Ich sah einen Berg) – soll der Hauptstadt Uruguays zu ihrem Namen Montevideo verholfen haben. Die Geschichte klingt logisch, da es an der Bucht der Metropole tatsächlich einen Berg gibt, und passt perfekt zur grafischen Gestaltung dieses Plaids. Denn wer genauer hinschaut, entdeckt eine stark abstrahierte Aussicht über ein Bergpanorama. Für diesen Eindruck sind die unterschiedlich getönten Muster nach einer künstlerischen Methode der Landschaftsmalerei angeordnet, mit der man schon in der Antike räumliche Tiefe erzeugte: die Luftperspektive. Die Beobachtung, dass Teile der Landschaft immer blasser und unschärfer wirken, je weiter weg sie sind, machte man sich bereits um 500 v. Ch. für das Malen von Theaterkulissen zunutze. Bis zum Mittelalter hatte man die Luftperspektive fast genauso vergessen wie das Arbeiten mit Fluchtpunkten. Doch eine Darstellung von Landschaft war ohnehin nicht erwünscht. Religiöse Themen dominierten die Kunst. Erst im 14. Jahrhundert, mit der Renaissance, die das Naturstudium hervorbrachte, reifte in Europa ein neues Kunstgenre heran: die Landschaftsmalerei. Begünstigt wurde diese Entwicklung von der fortschreitenden Verstädterung. Im Gegensatz zu Bauern, für die Landschaft nur die Kulisse für Plackerei war, träumten sich die reichen Bürger in ihren Stadtpalais bereits zurück zur Natur. Ein großer Meister der Landschaftsmalerei war Claude Lorrain (1600–1682). Seine Gemälde bezauberten durch eine idealisierte Naturkomposition bei Sonnenauf- oder -untergang. Der Papst wurde sein Kunde, der spanische König und alle, die es sich leisten konnten. Ein lukratives Geschäft für Lorrain – und für Nachahmer. Seine Bilder wurden schon zu seinen Lebzeiten in großem Stil kopiert. Man erfand sogar ein Hilfsmittel, um reale Landschaften wie in einem Lorrain-Gemälde betrachten zu können: das Claude-Glas, einen dunkel getönten Hohlspiegel im Taschenformat, kaum größer als eine Puderdose. Der Landschaft den Rücken zugekehrt, ergötzte man sich am lieblich getönten Spiegelbild in seiner Hand. Da war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu ganzen Landschaften, die nach Lorrains idealisierten Bildern geformt wurden. Die Briten machten ernst: In den englischen Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts wurde aus der Vision Realität.
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Montevideo
Die Aussage eines portugiesischen Seefahrers „Monte vide eu“ (Ich sah einen Berg) – soll der Hauptstadt Uruguays zu ihrem Namen Montevideo verholfen haben. Die Geschichte klingt logisch, da es an der Bucht der Metropole tatsächlich einen Berg gibt, und passt perfekt zur grafischen Gestaltung dieses Plaids. Denn wer genauer hinschaut, entdeckt eine stark abstrahierte Aussicht über ein Bergpanorama. Für diesen Eindruck sind die unterschiedlich getönten Muster nach einer künstlerischen Methode der Landschaftsmalerei angeordnet, mit der man schon in der Antike räumliche Tiefe erzeugte: die Luftperspektive. Die Beobachtung, dass Teile der Landschaft immer blasser und unschärfer wirken, je weiter weg sie sind, machte man sich bereits um 500 v. Ch. für das Malen von Theaterkulissen zunutze. Bis zum Mittelalter hatte man die Luftperspektive fast genauso vergessen wie das Arbeiten mit Fluchtpunkten. Doch eine Darstellung von Landschaft war ohnehin nicht erwünscht. Religiöse Themen dominierten die Kunst. Erst im 14. Jahrhundert, mit der Renaissance, die das Naturstudium hervorbrachte, reifte in Europa ein neues Kunstgenre heran: die Landschaftsmalerei. Begünstigt wurde diese Entwicklung von der fortschreitenden Verstädterung. Im Gegensatz zu Bauern, für die Landschaft nur die Kulisse für Plackerei war, träumten sich die reichen Bürger in ihren Stadtpalais bereits zurück zur Natur. Ein großer Meister der Landschaftsmalerei war Claude Lorrain (1600–1682). Seine Gemälde bezauberten durch eine idealisierte Naturkomposition bei Sonnenauf- oder -untergang. Der Papst wurde sein Kunde, der spanische König und alle, die es sich leisten konnten. Ein lukratives Geschäft für Lorrain – und für Nachahmer. Seine Bilder wurden schon zu seinen Lebzeiten in großem Stil kopiert. Man erfand sogar ein Hilfsmittel, um reale Landschaften wie in einem Lorrain-Gemälde betrachten zu können: das Claude-Glas, einen dunkel getönten Hohlspiegel im Taschenformat, kaum größer als eine Puderdose. Der Landschaft den Rücken zugekehrt, ergötzte man sich am lieblich getönten Spiegelbild in seiner Hand. Da war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu ganzen Landschaften, die nach Lorrains idealisierten Bildern geformt wurden. Die Briten machten ernst: In den englischen Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts wurde aus der Vision Realität.


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