Merino-Plaid
Hot Spots · 02
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MADE IN GERMANY
GRÖSSE: ca. 140 x 200 cm
MATERIAL: 100 % Schurwolle, Merino extrafein
ARTIKEL-NR: 41002602
Streng genommen gab der Kanadier John Tuzo Wilson (1908–1993) diesem Plaid seinen Namen. Als Geophysiker, Geologe und genialer Denker nutzte er sein Talent nicht nur für die Erforschung kanadischer Gletscher. Er wartete auch mit Ideen zu den Vorgängen im Inneren der Erde auf und wurde damit zu einem der Pioniere der aktuellen Plattentektonik-These. Der Deutsche Alfred Wegener ahnte bereits 1912, dass die heutigen Erdteile in grauer Vorzeit ein Riesenkontinent waren, der zerbrach und auseinander trieb. Seine Zeitgenossen und Kollegen hielten ihn für einen Spinner. Wilson fand in den 1970er Jahren plausible Erklärungen für die Ursachen der Kontinentalverschiebung. Doch bereits 1963 hatte eine andere geologische Besonderheit im Pazifik seine Aufmerksamkeit erregt. Die Inseln des Hawaii-Archipels sind nicht nur vulkanischen Ursprungs, sondern auch wie auf einer Perlenschnur nach Alter und Größe sortiert angeordnet. Die kleine, 3,7 Millionen Jahre alte Insel Oahu liegt am weitesten von der größten Insel Hawaii entfernt, die erst 400.000 Jahre auf der Uhr hat. Merkwürdig, aber aus seiner Sicht erklärbar. Unter Hawaii, in mehreren hundert Kilometern Tiefe, ist eine Stelle im Erdmantel heißer als seine Umgebung. Wilson gab diesem Phänomen den Namen Hot Spot (engl. heißer Fleck). Am Hot Spot schmilzt sich das heiße Magma zur Erdoberfläche durch, wo es den Vulkan bildet, der zu einer imposanten Insel wie Hawaii werden kann. Da die Kontinentalplatten aber wandern, verschiebt sich im Laufe von sehr langen Zeiträumen die Position des Vulkans, der fest auf der Platte sitzt. Aus der Tatsache, dass der verschobene Vulkan eines Tages erlischt, an seinen ursprünglichen Platz aber ein neuer heranwächst, schloss Wilson, dass der Hot Spot sich nicht vom Fleck rührt und stattdessen immer neue Vulkane über ihm wachsen. Genial! Und wieso sind die älteren Inseln kleiner als die jüngeren? Weil Wind und Wasser (Erosion) sie abtragen. Darum: Besuchen Sie Hawaii, solange es noch geht! Oder warten Sie, bis das jüngste Inselbaby Loihi das Licht der Welt erblickt. Noch liegt es 900 Meter unter Wasser, aber schon in 10.000 bis 100.000 Jahren durchbricht es die Meeresoberfläche. Oder hatten Sie bereits das Vergnügen mit einem Hot Spot? Es gibt sie überall: unter den Kanaren, unter Island, unter den Galapagos-Inseln, unterm Yellowstone, auf Tasmanien und auf dieser Decke.
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Geschichte zum Produkt

Hot Spots
Streng genommen gab der Kanadier John Tuzo Wilson (1908–1993) diesem Plaid seinen Namen. Als Geophysiker, Geologe und genialer Denker nutzte er sein Talent nicht nur für die Erforschung kanadischer Gletscher. Er wartete auch mit Ideen zu den Vorgängen im Inneren der Erde auf und wurde damit zu einem der Pioniere der aktuellen Plattentektonik-These. Der Deutsche Alfred Wegener ahnte bereits 1912, dass die heutigen Erdteile in grauer Vorzeit ein Riesenkontinent waren, der zerbrach und auseinander trieb. Seine Zeitgenossen und Kollegen hielten ihn für einen Spinner. Wilson fand in den 1970er Jahren plausible Erklärungen für die Ursachen der Kontinentalverschiebung. Doch bereits 1963 hatte eine andere geologische Besonderheit im Pazifik seine Aufmerksamkeit erregt. Die Inseln des Hawaii-Archipels sind nicht nur vulkanischen Ursprungs, sondern auch wie auf einer Perlenschnur nach Alter und Größe sortiert angeordnet. Die kleine, 3,7 Millionen Jahre alte Insel Oahu liegt am weitesten von der größten Insel Hawaii entfernt, die erst 400.000 Jahre auf der Uhr hat. Merkwürdig, aber aus seiner Sicht erklärbar. Unter Hawaii, in mehreren hundert Kilometern Tiefe, ist eine Stelle im Erdmantel heißer als seine Umgebung. Wilson gab diesem Phänomen den Namen Hot Spot (engl. heißer Fleck). Am Hot Spot schmilzt sich das heiße Magma zur Erdoberfläche durch, wo es den Vulkan bildet, der zu einer imposanten Insel wie Hawaii werden kann. Da die Kontinentalplatten aber wandern, verschiebt sich im Laufe von sehr langen Zeiträumen die Position des Vulkans, der fest auf der Platte sitzt. Aus der Tatsache, dass der verschobene Vulkan eines Tages erlischt, an seinen ursprünglichen Platz aber ein neuer heranwächst, schloss Wilson, dass der Hot Spot sich nicht vom Fleck rührt und stattdessen immer neue Vulkane über ihm wachsen. Genial! Und wieso sind die älteren Inseln kleiner als die jüngeren? Weil Wind und Wasser (Erosion) sie abtragen. Darum: Besuchen Sie Hawaii, solange es noch geht! Oder warten Sie, bis das jüngste Inselbaby Loihi das Licht der Welt erblickt. Noch liegt es 900 Meter unter Wasser, aber schon in 10.000 bis 100.000 Jahren durchbricht es die Meeresoberfläche. Oder hatten Sie bereits das Vergnügen mit einem Hot Spot? Es gibt sie überall: unter den Kanaren, unter Island, unter den Galapagos-Inseln, unterm Yellowstone, auf Tasmanien und auf dieser Decke.


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