Merino-Plaid
Big Apple · 01
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MADE IN GERMANY
GRÖSSE: ca. 140 x 200 cm
MATERIAL: 100 % Schurwolle, Merino extrafein
ARTIKEL-NR: 41002801
Der Apfel – Superstar aller Früchte. Sein Triumphzug begann vor Jahrtausenden in Westasien. Der Name der Stadt Alma-Ata (alma kasachisch für „Apfel“, ata „Großvater”) legt dafür noch Zeugnis ab. Über Tausende von Jahren war der Apfel in Eurasien exotische Handelsware. Für Normalsterbliche unerschwinglich und darum wie geschaffen, Pharaonen als Grabbeigabe und Olympiasiegern (776 v. Chr.) als Auszeichnung zu dienen. Er war das Symbol für Reichtum, Macht, Liebe, Fruchtbarkeit, Leben, Erkenntnis und Streit. Und selbst als vor 2.000 Jahren die ersten Äpfel in Europas Klostergärten heranreiften, blieben sie bis ins 16. Jahrhundert kirchlichen und weltlichen Herrschern vorbehalten. Das erklärt auch, warum der Apfel eine so wichtige Rolle im Märchen spielt. Wäre er zu Schneewittchens Zeiten (Mittelalter) schon so eine Allerweltsfrucht wie heute gewesen, hätte die süße Maid die Kostprobe wahrscheinlich dankend abgelehnt. Ab dem 17. Jahrhundert dämmerte dem Adel, dass Obst auch Untertanen sättigen kann. Und da sattes Volk sich leichter beherrschen lässt, sollten die Bauern möglichst zügig Wiesen mit Obstbäumen ausrüsten – zur Selbstversorgung. Moderne Monarchen wie Friedrich der Große und August der Starke erließen kurzerhand Verordnungen, die Frischvermählte verpflichtete, Obstbäume für den Eigenbedarf zu pflanzen. Die Auswahl an Apfelsorten war schon ganz ordentlich. Jede Region, ja fast jedes Dorf hatte Sorten, die es nirgendwo sonst gab. Der Grund: alte Bäume brachten Nachkommen hervor, deren Früchte neue Eigenschaften hatten. Wurden diese Zufallssämlinge entdeckt – am Wegesrand, im Wald, im eigenen Garten – konnte man sie vermehren und weitergeben. Alle alten Apfelsorten sind so entstanden. Erst im 19. Jahrhundert wurden Äpfel ein Wirtschaftsgut, da die Nachfrage nach Obst in den wachsenden Großstädten ständig stieg. Apfelbäume zu besitzen, lohnte sich jetzt. Es wurde gepflanzt, was die Scholle hergab. Mehr Apfelbäume bedeuteten auch mehr Zufallssämlinge. Und diese wurden nun auch gezielt weitergezüchtet.1880 (Edison hatte gerade die Glühbirne erfunden) gab es schon über 20.000 Apfelsorten weltweit. Mit anderen Worten: Es war die Industrialisierung, die eine sprunghafte Zunahme an Apfelsorten verursachte. Zur selben Zeit konnte der alt hergebrachte Obstanbau (hochstämmige Bäume unterschiedlicher Sorten, die locker verteilt auf Streuobstwiesen standen und erst nach vielen Jahren Früchte trugen) mit dem Tempo des steigenden Bedarfs nicht mehr mithalten. 1896 erfand der Deutsche Otto Schmitz-Hübsch deshalb die moderne, effiziente Obstplantage, die den Anfang vom Ende der Vielfalt markiert. Große Fruchtbarkeit, gute Ernte-, Transport- und Lagerfähigkeit sowie eine schöne Optik der Äpfel rückten in den ökonomischen Vordergrund. Der Geschmack blieb dabei leider oft auf der Strecke. Die Anzahl der Sorten, die wir im Alltag zu Gesicht bekommen, hat stark abgenommen. Heute gibt es zwar schätzungsweise 30.000 Apfelsorten weltweit, aber nur 25 machen den nationalen Erwerbsobstanbau aus und gerade mal sieben Sorten spielen global eine Rolle. Doch vor 20 Jahren hat ein Umdenken eingesetzt. Immer mehr Menschen erkennen in den alten Sorten einen kulturellen Schatz, den es zu erhalten gilt. Apfelliebhaber veranstalten Apfel-Events, Vereine und Initiativen legen Sortengärten an, Streuobstwiesen kommen wieder in Mode. So lasset uns denn viele Apfelbäumchen pflanzen! Ihnen fällt bestimmt ein Platz ein. Oktober/November ist übrigens die ideale Zeit dafür.
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Geschichte zum Produkt

Big Apple
Der Apfel – Superstar aller Früchte. Sein Triumphzug begann vor Jahrtausenden in Westasien. Der Name der Stadt Alma-Ata (alma kasachisch für „Apfel“, ata „Großvater”) legt dafür noch Zeugnis ab. Über Tausende von Jahren war der Apfel in Eurasien exotische Handelsware. Für Normalsterbliche unerschwinglich und darum wie geschaffen, Pharaonen als Grabbeigabe und Olympiasiegern (776 v. Chr.) als Auszeichnung zu dienen. Er war das Symbol für Reichtum, Macht, Liebe, Fruchtbarkeit, Leben, Erkenntnis und Streit. Und selbst als vor 2.000 Jahren die ersten Äpfel in Europas Klostergärten heranreiften, blieben sie bis ins 16. Jahrhundert kirchlichen und weltlichen Herrschern vorbehalten. Das erklärt auch, warum der Apfel eine so wichtige Rolle im Märchen spielt. Wäre er zu Schneewittchens Zeiten (Mittelalter) schon so eine Allerweltsfrucht wie heute gewesen, hätte die süße Maid die Kostprobe wahrscheinlich dankend abgelehnt. Ab dem 17. Jahrhundert dämmerte dem Adel, dass Obst auch Untertanen sättigen kann. Und da sattes Volk sich leichter beherrschen lässt, sollten die Bauern möglichst zügig Wiesen mit Obstbäumen ausrüsten – zur Selbstversorgung. Moderne Monarchen wie Friedrich der Große und August der Starke erließen kurzerhand Verordnungen, die Frischvermählte verpflichtete, Obstbäume für den Eigenbedarf zu pflanzen. Die Auswahl an Apfelsorten war schon ganz ordentlich. Jede Region, ja fast jedes Dorf hatte Sorten, die es nirgendwo sonst gab. Der Grund: alte Bäume brachten Nachkommen hervor, deren Früchte neue Eigenschaften hatten. Wurden diese Zufallssämlinge entdeckt – am Wegesrand, im Wald, im eigenen Garten – konnte man sie vermehren und weitergeben. Alle alten Apfelsorten sind so entstanden. Erst im 19. Jahrhundert wurden Äpfel ein Wirtschaftsgut, da die Nachfrage nach Obst in den wachsenden Großstädten ständig stieg. Apfelbäume zu besitzen, lohnte sich jetzt. Es wurde gepflanzt, was die Scholle hergab. Mehr Apfelbäume bedeuteten auch mehr Zufallssämlinge. Und diese wurden nun auch gezielt weitergezüchtet.1880 (Edison hatte gerade die Glühbirne erfunden) gab es schon über 20.000 Apfelsorten weltweit. Mit anderen Worten: Es war die Industrialisierung, die eine sprunghafte Zunahme an Apfelsorten verursachte. Zur selben Zeit konnte der alt hergebrachte Obstanbau (hochstämmige Bäume unterschiedlicher Sorten, die locker verteilt auf Streuobstwiesen standen und erst nach vielen Jahren Früchte trugen) mit dem Tempo des steigenden Bedarfs nicht mehr mithalten. 1896 erfand der Deutsche Otto Schmitz-Hübsch deshalb die moderne, effiziente Obstplantage, die den Anfang vom Ende der Vielfalt markiert. Große Fruchtbarkeit, gute Ernte-, Transport- und Lagerfähigkeit sowie eine schöne Optik der Äpfel rückten in den ökonomischen Vordergrund. Der Geschmack blieb dabei leider oft auf der Strecke. Die Anzahl der Sorten, die wir im Alltag zu Gesicht bekommen, hat stark abgenommen. Heute gibt es zwar schätzungsweise 30.000 Apfelsorten weltweit, aber nur 25 machen den nationalen Erwerbsobstanbau aus und gerade mal sieben Sorten spielen global eine Rolle. Doch vor 20 Jahren hat ein Umdenken eingesetzt. Immer mehr Menschen erkennen in den alten Sorten einen kulturellen Schatz, den es zu erhalten gilt. Apfelliebhaber veranstalten Apfel-Events, Vereine und Initiativen legen Sortengärten an, Streuobstwiesen kommen wieder in Mode. So lasset uns denn viele Apfelbäumchen pflanzen! Ihnen fällt bestimmt ein Platz ein. Oktober/November ist übrigens die ideale Zeit dafür.


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